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Interview: Birgit Pittermann - Forschung & Prozessentwicklung

24. Mai 2023 von Andreas Pompenig Forschung & Entwicklung, ZETA News

Forschungsexpertise für die Pharma- und Biotechindustrie

Birgit Pittermann, Corporate Head of Research & Development, gibt Einblicke in die Produkt- und Prozessentwicklung im TechCenter ZETA in Lebring. Welche Herausforderungen gilt es in der pharmazeutischen Prozessentwicklung zu lösen? Welche Prozessschritte sind besonders relevant? Welche Studien werden für die Weiterentwicklung von Prozessen und Produkten herangezogen und welche Forschungsschwerpunkte werden hierfür gesetzt? Diese Fragen und ein ganz persönlicher Blick auf das TechCenter werden im folgenden Interview beantwortet.

Forschung & Entwicklung wird vorangetrieben


Aus der pharmazeutischen Prozessentwicklung und Optimierung ergeben sich immer wieder spezielle Fragestellungen und technische Herausforderungen. Wie können diese beantwortet werden bzw. welche Herangehensweise hat ZETA hier gewählt?

Da es hier meist um komplexe Fragestellungen geht, können diese nur in Kooperation mit den Kunden gelöst werden.
In enger Zusammenarbeit und im Austausch mit den Unternehmen und renommierten Forschungspartnern haben wir bereits eine enorme Bandbreite an spezifischen technischen Lösungen erprobt und entwickelt.

Nicht zuletzt das Downscaling von Produktionsanlagen in den Labor- oder Pilotmaßstab ermöglicht vielfältige Versuchsreihen. Zudem werden experimentelle Ansätze mit Simulationen kombiniert.

Forschung und Entwicklung wird bei ZETA groß geschrieben. Hierfür wurde ein hauseigenes TechCenter geschaffen.

TechCenter ZETA in Lebring/Steiermark.
Forschung und Entwicklung bei ZETA.

Forschung und Entwicklung bei ZETA.

Um das firmeninterne Know-how zu schützen, werden im TechCenter entwickelte Prozesse und Produkte auch regelmäßig zum Patent angemeldet. Wie viele sind das mittlerweile und was sind die ersten Schritte bei einer Produkt- bzw. Prozessentwicklung?
Wir haben bereits in unterschiedlichen Bereichen mehrere Patente angemeldet – und es kommen laufend weitere hinzu.

Oft geht die Prozessentwicklung Hand in Hand mit der Entwicklung von Bauteilen, die einen Mehrwert für die (bio)pharmazeutische Produktion bieten. Daher ist es in einem ersten Schritt besonders wichtig, Prototypen für Komponenten wie beispielsweise Wanddurchführungen für Single-Use Schläuche oder Rührblatt-Kombinationen zu entwickeln. Genau darauf haben wir in unserem TechCenter einen besonderen Fokus gelegt.

Im Zusammenhang mit dem TechCenter wird auch immer wieder der Begriff der „CFD-Studien“ genannt. Können Sie den Begriff genauer erläutern und den großen Vorteil davon nennen?
Eine Computational Fluid Dynamics-Simulations-Studie ist eine computergestützte Berechnung von Stoff- und Wärmetransportvorgängen in einer Produktionsanlage. Sie ist außerdem ein Werkzeug für den dualen Ansatz zur Entwicklung aus Experiment und Simulation. Diese Kombination gewinnt in der Prozess- und Produktentwicklung immer mehr an Bedeutung.

Der wichtigste Vorteil einer solchen Simulationstechnologie ist die Möglichkeit, durch die Analyse von Daten, die nur schwer oder gar nicht messbar sind, tiefe Einblicke in den Prozess zu erhalten.

Für valide Aussagen werden zudem die Simulationsmodelle durch zuverlässige experimentelle Daten überprüft.

Ansprechpartnerin Birgit Pittermann - Corporate Head of Research & Development

Jede einzelne Entwicklungsarbeit hat ihre besonderen Herausforderungen. Für den Kunden ist es essenziell, für kleinere Untersuchungen oder Verbesserungen rasch eine geeignete Lösung zu finden.

Ein spezielles Forschungsprojekt in den letzten Jahren beschäftigte sich mit einem UV-C Reaktor zur Virusinaktivierung. Worum ging es hier genau?
Wir haben dieses Forschungsprojekt in Kooperation mit SES-Tec und einem Partnerunternehmen aus der plasmaverarbeitenden Industrie durchgeführt.

In unserem TechCenter wurde das System im Hinblick auf seine Prozesscharakteristik und Anwendbarkeit für einen pharmazeutischen Produktionsprozess überprüft. Dabei wurden experimentelles Vorgehen und CFD-Analysen verknüpft. Die zentrale Frage, die es zu beantworten galt, war, wie man es bewerkstelligen kann, eine wertvolle und empfindliche Produktlösung gleichförmig einer definierten UV-Strahlung auszusetzen.

Die Ergebnisse dienten unserem Kunde wie gewünscht zur Berechnung der Effizienz des Reaktors und als Grundlage für weitere Entwicklungen. Dieses Projekt ist ein Paradebeispiel dafür, wie wir erfolgreich kundenspezifische Lösungen entwickeln und spezielle Fragestellungen lösen.

Auf welches Forschungsprojekt oder welche Produktentwicklung sind Sie persönlich besonders stolz?
Jede einzelne Entwicklungsarbeit hat ihre besonderen Herausforderungen. Für den Kunden ist es essenziell, für kleinere Untersuchungen oder Verbesserungen rasch eine geeignete Lösung zu finden. Je nach Problem, arbeiten dann Kolleginnen und Kollegen aus den unterschiedlichen Fachrichtungen zusammen an den individuellen Fragestellungen. Das macht Entwicklung sehr vielschichtig.

Wenn ich beispielsweise an unsere Sterilkonnektoren denke – hier ist es dem Ehrgeiz aller beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken, dass wir nach einer intensiven Forschungs- und Entwicklungszeit ein herausragendes Produkt auf den Markt gebracht haben.  

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Ansprechpartnerin Birgit Pittermann - Corporate Head of Research & Development
Kontakt: Birgit Pittermann
Senior Manager Research & Development

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