Rohrleitungsmontagen

Mit unseren erfahrenen Montageteams, welche ausschließlich aus ISO-zertifizierten WIG- Schweißern und Vorrichtern im Edelstahlbereich bestehen, können wir unseren Kunden anbieten, Aufgabenstellungen nach Isometrien, R&I-Fließbildern und Festlegungen vor Ort in der erforderlichen Qualität auszuführen.

 

Unser Leistungsspektrum kann einzelne Teilbereiche oder auch die Montage kompletter turn-key Prozessanlagen umfassen. Auch Demontagen, Betriebsumsiedelungen oder Anlagenerweiterungen bei laufendem Betrieb zählen zu unseren speziellen Dienstleistungen.

WIG Orbitalschweißen

Schweißtechnisch gehört das Orbitalschweißen zu den teilmechanisierten Schweißverfahren. In der pharmazeutischen Industrie wird dieses Verfahren nicht nur auf Grund seiner guten Reproduzierbarkeit und der mechanisch, technologischen Eigenschaften der Naht eingesetzt, sondern wegen der geometrischen Eigenschaften. Verglichen zur Handnaht sind die großen Vorteile darin zu sehen, dass die Nähte eine flache, gleichmäßige Nahtwurzel haben und in Bezug auf die Rauigkeit eindeutig bessere Ergebnisse erzielen.


Unterschieden wird bei diesem Prozess zwischen drei Arten:

  1. Orbitalschweißen mit einem Orbitalschweißkopf in geschlossener Bauweise
  2. Orbitalschweißen mit einem Orbitalschweißkopf in offener Bauweise
  3. Drehtischschweißen

Ad 1.
Bei diesem Verfahren wird der Schweißkopf auf die zuvor händisch gehefteten Rohr-Rohr oder Rohr-Fitting Verbindungen aufgespannt. Dadurch liegt der gesamte Schweißnahtbereich in einer so gesehenen abgeschlossenen Kammer, in welcher dann die Schweißung vollzogen wird. Hierbei wird die Wolframelektrode in einer Kreisbahn (Orbit) um ein feststehendes Rohr oder Rohrverbindung bewegt. Der Schweißkopf selbst bleibt aber stehen. Dies geschieht unter dauernder Zufuhr von Argon, um den Schweißkopf zu begasen und die Umgebungsatmosphäre zu verdrängen. Wegen der guten Eignung zum Schweißen in allen Positionen wird dafür das Impulslichtbogenschweißen eingesetzt.

Alle Daten welche zur Schweißung von Nöten sind, werden automatisch auf der Stromquelle mit aufgezeichnet und können bei Verlangen auch der Dokumentation beigelegt werden.

Vorteile:
Hoher Reproduzierbarkeitsfaktor, hohe Verfahrenssicherheit, Schweißgeschwindigkeit, Nahtgeometrie, perfekte Abschirmung gegen Sauerstoff in Bezug auf die Anlauffarben

Ad 2.
Das Verfahren beruht auf dem gleichen Prinzip wie bei dem geschlossenem Schweißkopf, nur dass es keine Abschirmung der Umgebungsatmosphäre von außen in Form einer geschlossenen Kammer gibt, sondern die Schweißstelle lokal durch eine Gasdüse wie beim WIG- Handschweißen abgedeckt und begast wird.

Vorteile:
Größere Einsatzmöglichkeit da keine Spannschalen benötigt werden, ansonsten gleich wie beim geschlossenen Schweißkopf

Ad 3.
Anwendung findet dieses Verfahren vor allem dort, wo es darauf ankommt, Bauteile so totraumarm wie möglich zu verbinden. Das bedeutet, die Anschweißenden werden auf ein Minimum eingekürzt und danach mit dieser Technik verschweißt. Die beiden zuvor genannten Verfahren können dabei aus Platzgründen nicht angewendet werden.
Das Verfahren ist dem Prinzip des offenen Schweißkopfes gleich zu setzten, nur mit dem Unterschied, dass sich hierbei das Werkstück, sprich das Rohr um die eigene Achse dreht.

Vorteile:
Ebenfalls reproduzierbare Schweißparameter, Nahtgeometrie, Verfahrenssicherheit
Eingesetzte Schweißer verfügen alle über eine Zertifizierungen nach EN287-1 bzw. nach EN1418 für die Orbitalschweißtechnik.

 
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